Wie Schwarze Kultur Clubräume in Deutschland prägte

Shownotes

Sollten im Club Menschen zusammenkommen, die sich sonst nicht treffen würden, so wie es sich die Performerin und Ballroom Ikone Sophie Yukiko wünscht, oder kann eine Clubnacht nur angenehm für alle sein, wenn ähnliche Menschen aufeinander treffen, um Spannungen zu vermeiden, wie es der legendäre Berliner Türsteher Smiley Baldwin beschreibt?

Sophie Yukiko und Smiley Baldwin sprechen außerdem über ihre ersten Clubnächte im Berlin der 80er und im Köln der 2000er und erinnern sich an Zeiten, als man noch in den Club gehen musste, um die Songs, die man mochte. Dabei geht es auch um die zentrale Bedeutung Schwarzer Kultur für die Entwicklung der Clubkultur, um den Einfluss amerikanischer Soldaten und ihrer Clubs auf die Musikszene und darum, wie diese Geschichte die Clubkultur bis heute prägt.

Und natürlich nutzt auch Sophie Yukiko die Chance, einen erfahren Türsteher wie Smiley Baldwin zu fragen, wie man am besten am Türsteher vorbei und in den Club rein kommt, auch wenn sie selbst noch nie an einer Tür abgewiesen wurde. Was das alles mit Atréju aus der Unendlichen Geschichte zu tun hat, erfahrt ihr in dieser neuen Folge von „Club Culture Conversations“.

Podcast Credits

Konzept: Clubcommission Berlin e.V. (Katharin Ahrend, Josephine Pepita Niang)
Redaktion & Produktion: Ulla Heinrich
Kamera, Ton, Schnitt, Jingle: Jascha Müller-Guthof

Transkript anzeigen

00:00:00: Club Culture Conversations.

00:00:03: Generationen im Dialog, ein Podcast der Berliner Klubkommission zum Tag der Klub-Kultur, für die wir hier sind.

00:00:24: Ich bin Sophie Yukiko und ich gehöre zum Club-Kultur-Context durch meine Liebe in meinem Beruf zum Tanzen, durch meine Kunst.

00:00:33: Ich freue mich auf all das wer heute zusammensprechen kann von Legends zu Icon.

00:00:42: Und wer bist du?

00:00:43: Hi, Sophie und Smiley Baldwin.

00:00:46: Ich habe mich durch meine Arbeit an der Tür bekannt gemacht in Berlin... ...und ich bin halt Türsteher!

00:00:55: Und ich glaube, ich mag das gut und ein, zwei anderen Leute haben auch der gleiche Gedanke.

00:01:02: Ja, hab' ich auch schon mal gehört.

00:01:05: Wer hat dich eigentlich Smiley genannt?

00:01:07: Ich hatte immer diese lächelnde Troph gehabt.

00:01:14: Ich bin teilweise in Kalifornien aufgewachsen.

00:01:17: Und wenn man da schon mal war oder so in der Hood, dann merkt man schon durch die Graffiti... ...in welchen Hood man ist, ob man in Crips, Bloods oder Chicanos und an den Wänden waren immer so die Gangsternamen, so Smiley, Killer.

00:01:38: Ja ich hab' den Namen Smiley bekommen weil es war halt passend und ich war immer im Lächeln Lächelnde Typ, der nur alles beläschelt hat und gelackt hat.

00:01:49: Sogar im Ernstfall.

00:01:51: Und irgendwann haben die gesagt okay das bist du.

00:01:54: Aksig?

00:01:54: Neunundan-Siebzig?

00:01:55: Neuenundansebzig.

00:01:56: Ja

00:01:56: neunundsiebzig, Aksi.

00:01:58: Die Zeit!

00:01:59: Ja.

00:02:00: Und wann bist Du nach Berlin gekommen?

00:02:02: Ah, so lange Geschichte.

00:02:03: Weil ich bin in Berlin gelandet.

00:02:05: Siehnundachzig.

00:02:06: Da bin ich geboren.

00:02:09: Ich bin zur Amerika gegangen.

00:02:11: Nach der Schule... Ich wollte unbedingt dorthin gehen, wo es Schlosser gibt.

00:02:17: Ehrlich?

00:02:18: Und ich hab mich für Deutschland entschieden... Wegen den

00:02:21: Schlossern!

00:02:22: Wegen Schlossenlandschaft und so die alte Geschichte.

00:02:26: Wegen

00:02:26: dem Disney-Schloss.

00:02:28: Ja, all diese Dinger weil ich bin geboren auf den Jungfern Insel St Thomas und da haben wir keine Schlossers.

00:02:36: Andere coole Sachen.

00:02:37: Andre coole Sagenstände aber keine Schlasser.

00:02:40: in Kalifornien gab's keine Schlasse.

00:02:42: Gabs nicht wichtig alles Altes so wichtige Sachen, die wichtig alt sind.

00:02:46: So netter von Jahre alt und das gab es definitiv hier in Europa und das wollte ich immer sehen.

00:02:53: Und hab' ich bekommen.

00:02:55: Okay!

00:02:56: Zuerst war ich im Außerhalb von Frankfurt, Oberussel, Taunas ja... ...und dann Zug nach Amerika und siebenundachzig nach Berlin.

00:03:07: Siebenachtzig nach Berliner?

00:03:08: Aber dann nicht mehr für die Armee?

00:03:10: Mit dem!

00:03:12: Spannend?

00:03:13: Als Militärpolizist.

00:03:15: Und wie war dann die Sieben und Achtzig, wo ist man denn so ausgegangen?

00:03:20: Da haben wir es heute alle gezeigt.

00:03:23: Die Sieben-und-Achzig war die Zeit vor der Mauerfall.

00:03:28: Und die Beispiele für das Clubbing was damals am hipsten war, sag ich mal von der Mode war und von der Musik weil die amerikanischen Jungs hatten die neuesten Sacken Aus Amerika war jede Welle.

00:03:45: Die Huber gekommen sind, haben halt die neuesten Tonschuhe, die neusten Jeans, die neuesten Sprüche und Musik.

00:03:56: Und das hatten wir in den sogenannten Army Clubs.

00:03:59: Es gab Clubs auf der Kaserne und es gab Clups außerhalb der Kaserne, die sehr bekannt waren.

00:04:08: Einer von diesen Bekannten war natürlich Labell Was auch von meiner Zeit war, ich bin ein Jahr später gekommen.

00:04:14: Aber die Clubs in Berlin und auch im Westdeutschland, wo die amerikanischen Jungen stationiert fahren ... Das waren halt die Clups, wo es bekanntlicherweise so richtig abgegangen ist.

00:04:26: So da wuf!

00:04:27: Da wuf... Die haben richtig Party gemacht nach dem Stil.

00:04:34: Ich komme aus Köln, aus Westdeutland Aus Kölge, genau In Kölngabs keine Bass oder so.

00:04:42: Aber können es natürlich total nah dran an einer ganz großen Dichte von Army-Basses und ich glaube generell, Leute die aus NRW oder aus Hessen kommen oder eben auch aus Bayern und Baden-Württemberg kennen halt diesen Effekt ne?

00:05:00: Dass Musik da schneller angekommen ist am bestimmten Orten was der Kulturelle oder was der Clubmoment war indem man Verstanden hat, indem du das verstanden hast oder in dem ich verstanden habe.

00:05:11: So, ah!

00:05:13: Ich bin auf jeden Fall ein Club-Kinder, like it hier.

00:05:16: Ich wag diesen Ort und ich glaube bei mir war das halt auf jeden fall einen Club der sehr so geprägt war von der Anwesenheit von amerikanischen Soldaten die als DJs aufgelegt haben oder so einfach eine andere Partykultur mit gebracht haben.

00:05:40: Und ich habe mich da halt sehr, sehr wohlgefühlt.

00:05:42: Ich hätte das zwar noch nicht sein sollen.

00:05:47: Ja so war es.

00:05:48: Aber es gab ja in Köln den Club Neuschwanstein.

00:05:51: Da gab's breitags glaube ich so ein Format für Jugendliche und Kids.

00:05:58: Also ich weiß gar nicht mehr wie alt man da sein musste, dreizehn bis sechzehn oder so?

00:06:03: Keine Ahnung, ich kann mich nicht erinnern Aber es war also nachmittags, haben die den Club aufgemacht und dann konnten so die Kids da sein bis zu zwanzig Uhr oder so.

00:06:11: Es war voll cool!

00:06:12: Also, kannst du deinen Cooler kaufen?

00:06:14: Und deine nächste

00:06:15: Generation schieben?

00:06:16: Genau, genau, aber es war voll ein guter Ort finde ich und ein gutes Konzept für so... Inner City Kids irgendwie so Orte zu haben.

00:06:27: Der Fokus lag dann halt sehr auf Zusammenkommen und zusammen tanzen, und ich bin ja Tänzerin und komme vom Tanz.

00:06:34: für mich war das ganz, ganz toll!

00:06:36: Und dann irgendwann vielleicht vielleicht vierzehn oder fünfzehn aber wahrscheinlich eher vierzehnt sind wir da natürlich schon auch die Idee gekommen dass es voll cool wäre wenn wir auch mal bei der Erwachsenenpartie dabei sein könnten.

00:06:53: Und der Eingang vom Schwanstein war so ... Du bist von der Straße, wo das ... Wo der Club war.

00:07:02: Bist du eine Treppe runtergegangen?

00:07:03: Also die Tür war quasi hier oben am Straßeneingang und da musstest du so eine Treppen runter und erst da ging es dann sozusagen im Club.

00:07:10: Wo die Treppen heruntergingen gab's aber auch gleichzeitig noch so ne Verbindung zu einem Parkhaus!

00:07:16: Dann haben wir uns halt da in diesem Parkhaus versteckt... damit wir nicht an den Schirm vorbei mussten und haben da so mega lange abgehangen, bis der Club aufgemacht hat.

00:07:27: Ich glaube selbst wenn es das nicht gegeben hätte irgendwie hat man's dann doch ja auch immer geschafft.

00:07:33: ein gefälschter Ausweis hier irgendwie irgendwas.

00:07:36: irgendwie hat Man also wie hatten damals eine hartnäckigkeit.

00:07:40: dass ist so voll.

00:07:41: wichtig war dass wir irgendwie in diesem club kommen werden jedes wochen innerhalb dieser Aufgabe das irgendwie zu schaffen Und auf unterschiedliche Wege haben wir das dann halt auch geschafft.

00:07:51: Als ich das erste Mal bei einer richtigen Clubnacht war, war ich so wow!

00:07:59: Es ist amazing und dann tanzen wir einfach die ganze Zeit.

00:08:04: Dein Fokus war Tanzen?

00:08:05: Ja, auf jeden

00:08:07: Fall.

00:08:07: Nicht saufen oder Jungs kennen?

00:08:11: Okay cool...

00:08:13: Ich meine, ich war vierzehn ne?

00:08:15: Aber in meiner Erfahrung Bei so einem Abend, wo viele Leute ihr erste Club Erfahrung machen.

00:08:23: Da finden wir immer jemand als letztes auf der Toilette total besoffen.

00:08:29: Ich weiß, dass es für mich tanzen war aber ich war damit auch nicht alleine.

00:08:32: also für meine Friends war das der gleiche Grund, dass man zusammen sein kann und zusammen tanzen kann oder zusammen feiern kann oder so.

00:08:45: Aber das ist ja auch irgendwie Teil... von Black Culture so kollektive Celebration.

00:08:52: und zusammen zu tanzen, würde ich so sagen das vielleicht ein bisschen daran liegt.

00:08:56: Ich

00:08:57: bin nicht auf die Idee gekommen überhaupt zu fragen also wie sei der Konstellation außer dir?

00:09:02: Ja keine weißen Menschen dabei.

00:09:04: in dem also in der Konstallation jetzt nicht waren schon manche eine Black Girl Gang.

00:09:11: Okay dann habt ihr die ganze Zeit getanzt

00:09:14: cool.

00:09:16: Es hatte dann später schon auch so ein Aspekt von, ich finde diese Person irgendwie cute oder so.

00:09:23: Und es hatten vielleicht noch nicht alle Handys oder du hattest keinen Guthaben oder so... Oder vielleicht hatteste die Nummer von jemandem auch noch nichts.

00:09:30: Es gab ja noch kein Socials ne?

00:09:32: Wenn du die Nummer nicht hattet, dann hattes halt die Nummer nix.

00:09:35: und es gab dann später auch so einen Aspekt.

00:09:38: wenn ich jetzt in den Club gehe am Wochenende habe ich eine Chance die Personen zu sehen

00:09:46: Weil, es ist mein Observation sozusagen.

00:09:50: Das hat sich total geändert.

00:09:53: und gut dass du in deinem Alter das auch hattest weil darüber rede ich auch mit vielen Leuten, wenn man heutzutage in ein Club reingeht.

00:10:08: aus welchem Grund geht man überhaupt hin?

00:10:13: Es gab immer für mich und auch viele von meinen Freunden oder Leuten in meiner Alter den Bedürfnis, andere Menschen kennenzulernen.

00:10:22: Ein Mädel kennenzulehren.

00:10:24: Und dieses soziale ... Aber das ist die Zeit zum Beispiel wo man dann halt ins Club gegangen ist und man hat sogar leicht gefragt ob man mit jemand anders tanzen könnte.

00:10:36: oder

00:10:36: überhaupt kann ich dir was zu trinken anbieten.

00:10:39: Kann man nicht mehr machen?

00:10:41: Man wird nicht mehr gemacht!

00:10:43: Ich gehöre nicht mehr zum Klubkultur, nicht so wie wir das damals kannten.

00:10:47: Aber ich hab eine Frage!

00:10:48: Das war vierzehn?

00:10:50: Ja...

00:10:51: Wie oft seid ihr dann jede Wochenende da noch gegangen?

00:10:54: oder wie war der Plan danach?

00:10:57: Das ist natürlich auch mal aufgeflogen und man hat auch einmal Hausarrest bekommen.

00:11:01: Also all das gehört ja auch dazu.

00:11:03: Deswegen ging es gar nicht jedes Wochenende.

00:11:10: Aber für mich weiß das ... von dem ersten Moment an der Fokus, dass das jedes Wochenende passieren kann schon sehr hoch war.

00:11:20: Also das Geld zusammen zu bekommen für Eintritt und so ja möglichst schnell einfach erwachsen zu werden alt genug damit man das halt geht.

00:11:31: also ich weiß dass ich habe super früh angefangen zu arbeiten und zu jobben auch mit vierzehn.

00:11:37: meine Eltern hatten kaum Geld.

00:11:42: Und ich hab dann so im Blumenladen gearbeitet gegenüber und da so ein bisschen ausgeholfen, dann habe ich später in dem Lokal von meinem Vater mitgearbeitet um Geld zu haben.

00:11:56: Sobald ich sechzehn war, habe ich immer eins nachher angefangen zu arbeiten.

00:11:59: Ich weiß das auf jeden Fall.

00:12:02: die größte Motivation oder wofür ich halt Geld brauchte... Ich bin ja noch zur Schule gegangen, aber wofür ich halt Geld brauchte war halt dafür.

00:12:09: Ich brauchte halt Geld für Eintritt und ich brachte natürlich auch Geld für Fly News Sneakers!

00:12:16: Für den Club.

00:12:17: also es war schon alles so um... Also es ging schon um den Club irgendwie in allem Und dann ist das wahrscheinlich so sukzessive mehr geworden?

00:12:26: Ich habe dann auch sehr früh angefangen im Club zu arbeiten mit einem gefälschten Schülerausweis Weil die alten Schüler-Ausweise waren halt noch so aus Pappe.

00:12:38: Dann bin ich achtzehn geworden und mein Chef war so, ich bin abwahrzeit im Club gefahren.

00:12:44: Mein Chef war wie du bist, achtzehnt!

00:12:47: Are you crazy?

00:12:49: Du hast gesagt, du bist schon achtzehm... Du hättest mich in Großprobleme bringen können.

00:12:54: Ich war so ein Jahr mehr oder weniger, keine Ahnung, Teenage Brain.

00:12:58: Aber ja es war schon so.

00:13:01: auf jeden Fall love at first

00:13:04: Und weiterhin getanzt?

00:13:06: Ja, auf jeden Fall weiterhin getanzt.

00:13:08: Ich glaube so dass es andere Gründe gab und Motivationen irgendwie in den Club zu gehen hat sich mir erst so in meinen Zwanzigern eröffnet und auch mit dem Kennenlernen von Berliner Clubs eröffnete und auch Mit der Konfrontation von Technokultur und vor allem Technokulturen in Berlin dass es da dann noch andere Motivationen und Beweggründe gab, in den Club zu gehen.

00:13:40: Und so festzustellen, dass der Club auch sowas anderes noch für mich bereithalten kann ein Raum für Anger oder Grief oder so.

00:13:48: Also andere Sachen die ich da loswerden will als die Suche nach Joy und anderen schwarzen Menschen oder so haben wir auch voll darüber geredet.

00:13:57: also Der soziale Aspekt hast du ja gesagt war voll der treibende Aspekt warum man irgendwie ausgegangen ist?

00:14:03: Ich würde dem glaube hinzufügen, dass für afrodeutsche junge Menschen damals das der soziale Aspekt aber auch, dass man auch andere schwarze Menschen noch kennenlernen wollte.

00:14:15: Freundschaften finden wollte und es ist ja auch so gewesen.

00:14:19: Das war voll der große Grund und erst als ich dann öfter nach Berlin gekommen bin in meinen Zwanzigern hier die Klubszene kennengelernt habe, hab ich halt noch ganz andere.

00:14:29: Aspekte kennengelernt, die mich am Ausgehen irgendwie reizen oder so.

00:14:33: Aber das kam viel später... Wenn man jetzt sagt, man hat nur vierzehn angefangen, dann kam es erst so zehn Jahre später oder so, which is crazy?

00:14:42: Weil da war ich immer noch jung, ne?

00:14:43: Jedenfalls bin ich aber noch jung!

00:14:45: Wie würdest du denn die Energie in der Stadt damals versus heute ... beschreiben, wenn es ums Ausgehen geht.

00:14:53: Also in Berlin hast du ja schon gesagt, früher ging's euch irgendwie darum Leute kennenzulernen der soziale Aspekt.

00:15:01: und wie siehst du das heute?

00:15:04: Was sind so die Unterschiede für dich?

00:15:06: Ich bin als Soldat hingewiesen also Musterung war immer so sechs uhr six Uhr dreißig.

00:15:13: ich habe schnell mitgekriegt dass man In der Woche bei Lincoln weg gehen könnte.

00:15:18: So ich war im Dschungel Ich war im Chacha und es gab auch, ich war ein Special.

00:15:27: Und bei den Amerikanern gab's auch Donnerstags- und Club Friendship, hieß das?

00:15:33: Sonntags gabs'n Club.

00:15:36: Also es gab fast jeden Abend irgendwo einen Clubabend.

00:15:40: Und daher bin ich dann halt direkt vom Club schnell zur Kaserne, schnell hoch gerannt runtergekommen mit meinen Uniformen und dann zur Musterung.

00:15:54: Und es war halt so ein Lacknummer, das war so eine Running Gag bei mir in der Company.

00:16:00: Die Atmosphäre für mich ... Also ich war dann jung.

00:16:04: Ich hab mir dann ausgesucht was für mich passte und ich wollte mir das kennenlernen Wenn man dann halt super cool war weil die Clubs so wie Chacha und Dschungel Das war halt mit einem krasser Tür Und die ganzen schöne Berge waren da und alle coole Leute.

00:16:22: Das

00:16:22: heißt du warst super cool?

00:16:24: Bin ich nie der Meinung gewesen irgendwie...

00:16:27: Aber wenn Du da gefeiert hast, musst ja irgendwie da reingekommen sein.

00:16:31: Ich glaube nicht dass du dich in Parkhaus versteckt hast.

00:16:39: Nee, nee aber kein Parkhaus.

00:16:43: Ich bin da irgendwie reingegkommen.

00:16:45: Vielleicht haben die was gesehen bis hier mir irgendwie Nicht aufgefallen ist.

00:16:49: Aber ich dürfte hin.

00:16:52: Die Atmosphäre, also ich war so ein tanzender Flummy auf der Tanzfläche.

00:16:56: Ich war überall.

00:16:57: Die Zeit finde ich lustig.

00:16:59: Es war eine tolle Zeit.

00:17:00: Paar die zu machen gleichzeitig irgendwie gleich danach sucht zur Kaserne zu gehen.

00:17:07: aber da habe ich immer meine Musik gefunden coole Leute gefunden fashionleute ausgeflippte leute auch diesen Aspekt sozial Mädels und da konnte man jemanden kennenlernen.

00:17:22: Man könnte jemanden einen Drink anbieten, solche Sachen.

00:17:25: Niemand hat gescold.

00:17:26: Also dieses Ding war nicht irgendwie ... War nicht vorhanden.

00:17:32: Kontakte mit anderen Menschen reden insofern wie es ging Und dann halt gab's auch Drogen.

00:17:39: also ich nicht.

00:17:41: Ich hab auch nicht Alkohol getrunken.

00:17:43: von daher tanzen war auch meine Fokus Und ich hab nur getanzt.

00:17:49: Eigentlich, weil wie gesagt damals... ...was wir hatten ist diese Szene von was wir heutzutage als Oldschool Soul Funk'n Disco nennen.

00:18:01: Weil wir nenn es heutzudag Oldschool aber das war ich dann mitten in der Achsfiga und die ganzen Lieder aus Amerika mit dieser soligen Sound zum Ende des Abends den Blues tanzen So richtig geil, kommt man sich näher.

00:18:22: Aber zu der Zeit ist es mir nie in den Sinn gekommen nicht einmal dass ich in irgendein Club arbeiten würde.

00:18:32: Dass ich einen Teil von diesem Infrastruktur sein würde.

00:18:38: also Ich war nur für mich ein Flummy.

00:18:43: Ein tanzender Flummy der den Ort und die Leute und das Atmosphäre genießen wollte.

00:18:50: Weil ich hab dann halt hier in Europa Hausmusik kennengelernt, nicht in Amerika, das habe ich hier... Interessant!

00:18:58: Das war nie mein Fokus.

00:18:59: also es kam dann erst nachdem ich in der Clubkultur gearbeitet habe aber mein Ding war direkt Old School Soul Funk & Disco.

00:19:11: irgendwie bin ich in einer Clubkultur gelandet.

00:19:15: als Türsteher

00:19:21: In der Subkultur, in der ich unterwegs bin, habe ich einen Status.

00:19:26: Der heißt Legendary Status.

00:19:28: Offizielli bin ich eine Legend.

00:19:30: Aber wenn es diesen Status auch geben würde unter Türstehren dann hättest du Mindestens auch Legendary status wahrscheinlich sogar already Icon status.

00:19:47: Das lasse ich einfach machen.

00:19:48: Du

00:19:52: hast vorhin noch was voll Interessantes gesagt.

00:19:54: Es ist mir dann auch noch eingefallen, weil wir so über Sounds geredet haben und du hast gesagt, kommst aus Kalifornien?

00:19:59: Ja, ich hab gesagt Funk!

00:20:02: Ich finde es interessant, dass du dann gesagt hast, du hast Haus eigentlich erst an hier in Europa kennengelernt.

00:20:07: aber das macht voll Sinn wenn du vorher in Kalifornia warst und so... Und dann ist mir noch eingepfallen, da wir ja über Motivationen geredeht haben in den Club zu gehen und eine Motivation von früher, die es heute auch so nicht mehr unbedingt gibt.

00:20:23: Vielleicht oder zumindest auf einer anderen Art ist das gab ja voll viele Sounds und Songs und Tracks, die konnte man nur im Club hören weil sie nicht zugänglich waren.

00:20:36: also es gab so voll viele Tracks einfach, die gab's jetzt also nicht als Maxi CD zu kaufen oder so.

00:20:44: oder es gab bestimmte Mixes.

00:20:46: Ich wusste, ich kann die nur im Club hören bei einem bestimmten Detail Set oder so.

00:20:51: Oder ich kann mir die vielleicht wünschen oder so.

00:20:53: aber ich kann sie nicht kaufen und das war auch noch bevor... ...ich kann die runterladen oder du konntest es halt nur da hören!

00:21:02: Und das war eine große Motivation neben den sozialen Aspekten sondern einfach die Musik zu hören.

00:21:08: also ich weiß was bei uns klar, es gab bestimmte Tracks von frühen zweitausendern R&B und Hip-Hop-Tracks, die konnten wir natürlich auch einfach kaufen.

00:21:20: Ich hab zum Beispiel Dancehall Musikfall geliebt ... Und du konntest nicht impossible!

00:21:27: Also wirklich, wirklich schwierig vor allem... Es war wirklich, echt schwierig, manche Sachen zu hören aus.

00:21:33: Die konnte ich nur im Club hören.

00:21:36: Ja das war eine große Motivation auf jeden Fall.

00:21:38: In

00:21:38: den Aksigern, das war was wir heutzutage Osgo nannten.

00:21:43: aber Zu der Zeit war es richtig cool, wenn ein DJ noch ein Stückchen zurückgegangen ist.

00:21:51: Also wir sind jetzt in den Aksigern und er spielt irgendwas von Anfangs-Siebziger.

00:21:56: So einen L-Green oder... Das hat total gerockt!

00:22:00: Und wenn man das heutzutage tun würde, würde jeder gucken sein, was denn das?

00:22:05: Aber so ein cooles Sound.

00:22:07: Eigentlich war mein LieblingsDJ damals in Chacha DJ Alex und der ist immer noch aktiv.

00:22:13: Wie war das denn dann für dich, als du Haus gefunden hast?

00:22:17: War das so direkt liebe?

00:22:20: Es ist in mir aufgegangen.

00:22:22: Das war die Zeit mit ... wie heißt es im Song?

00:22:28: Sing doch mal!

00:22:31: Oder tanzt

00:22:36: doch mal... Oh man, siehst du jetzt weggeflogen aber so ein Engländerin mit einem tollen Stimme.

00:22:43: Ja, ich weiß nicht mehr.

00:22:45: Ich find es.

00:22:45: Aber es gab einen Track und dann ist dein Herz aufgesteckt?

00:22:47: Genau das war halt wirklich so ... Das Ding damals.

00:22:51: Been around the world in a-a-a... Yeah, before my baby!

00:22:56: Und dann den Hosttrack dazu.

00:22:59: Welche Erfahrungen aus deinen Clubbiografien, die du damals, weil du wolltest tanzen gehen.

00:23:07: Begleitet dich heute.

00:23:08: Ich sehe schon Tanzen, bleibt irgendwie Zentrum aber

00:23:12: Ja, ist auf jeden Fall sein Drum geblieben.

00:23:15: Also es haben zu meinem Leben geworden, ne?

00:23:17: Ich habe das dann direkt nach der Schule zu meinem Beruf gemacht oder hatte das Glück dass ich in diesem Beruf dann so gestolpert bin oder so.

00:23:26: Interessanterweise wenn du das jetzt nicht gesagt hättest mit tanzen hätte ich glaube vielleicht was anderes darauf geantwortet.

00:23:32: aber vielleicht ist es schon so dass der Aspekt der klubkulturellen Prägung mich bis heute als Künstlerin Begleitet.

00:23:43: Weil wenn ich drüber nachdenke, dann sind die Dinge, die ich im Theater-Kontext oder im Hans Theater Kontext behandle und die Formen mit denen ich mich ausdrücke alles clubborn and clubtide ways to dance & interact Und auch geprägt durch Musik, die aus dem Club kommt.

00:24:03: das sind die stilistischen Mittel Arbeiten, in denen ich mich ausdrücke.

00:24:08: Es ist sehr obvious für mich, weil das Most Obvious nicht die erste Antwort, die mir eingefallen ist.

00:24:13: Aber ja, das begleitet mich bis heute.

00:24:15: Ich bereite gerade einen Stück vor, was sich inhaltlich gar nicht jetzt an Clubkultur wendet, sondern andere Fragen beantwortet.

00:24:24: Das Stück heißt Boden und beschäftigt sich mit Boden und Land um so ein Verhältnis zu Boden- und Land.

00:24:32: aber in dem Stück wogen wir Und die Musik dazu ist auf jeden Fall elektronische Musik eher im Bereich Techno.

00:24:41: Aber ja, offensichtlich hat mich alles was ich im Club kennengelernt habe total geprägt als Künstlerin und in der Art und Weise wie ich mich ausdrücke.

00:24:51: Deswegen begleitet mich das all the time.

00:24:54: Welche Erfahrungen hast du im Clubkontext gemacht, die dich bis heute begleite?

00:25:00: Den Teil wo ich damals weggegangen bin getanzt habe, Menschen kennengelernt habe, Kontakt mit schönen Frauen ausgesucht haben und da drinnen Spaß gehabt hat.

00:25:19: Das gibt's nicht mehr!

00:25:20: Also ich hab eine ganz klare Wendung gemacht.

00:25:25: Du siehst dich nicht mehr im Club?

00:25:27: Nein.

00:25:27: Weil es diese Art von Club erleben wie es dir gefallen hat nicht mehr gibt?

00:25:33: Nein!

00:25:34: Ich hab mich selber woanders platziert.

00:25:37: Meinst du damit vor der Tür, vor dem Club?

00:25:40: Das ist das was du meinst.

00:25:43: Über diese Aufgabe freue ich mich.

00:25:47: Wie bist du zu dieser Aufgabe

00:25:49: gekommen?

00:25:51: Erstens zu der Zeit wo ich angefangen habe, ist halt so ein Spuk, was es immer gab.

00:25:56: Ich bin am Wochenende so tüchtig, aber eigentlich bin ich.

00:26:04: Taktak!

00:26:05: Ich brauchte das Geld.

00:26:07: Also Nebenjob und Nebenjob an der Tür war halt gut.

00:26:11: Und dann bin ich dann halt in ... es gab Berlin West, und ich hab in Ofeo gearbeitet, was zu der Zeit einer den Top-Clubs in Berlin West waren.

00:26:25: Und es musste zumachen.

00:26:26: Ich habe ein Job von DJ Sageh vermittelt bekommen.

00:26:32: Er hat angefangen in der Mitte aufzulegen.

00:26:36: Und die haben dann halt zwei Töchter gesucht und meinen Kumpel und ich bis in da hingegangen.

00:26:42: Das war so der Anfang.

00:26:45: Wo war die Mitte bar?

00:26:45: Ich kann die nicht mehr... Die

00:26:46: Mitte Bar war direkt gegenüber von Tackelis, in der Oststraße.

00:26:51: Mitte,

00:26:51: Mitte!

00:26:52: Mitte, mitte,

00:26:52: minte, mitten.

00:26:53: Mitte ... Mitte,

00:26:53: Mitte, Mitte.

00:26:55: Ca.

00:26:56: fourneinzig, fünfneinzig.

00:26:58: Genau.

00:26:58: Cultuell gesehen das war nicht mein Ort.

00:27:01: Also es sollte nicht Mein Ort sein.

00:27:04: Weil das war halt die Zeit kurz nach der Wende, so ein paar Jahre.

00:27:09: Wo viele Leute gesagt haben als Schwarzer sollte man nicht nach Mitte Penzlerberg hin.

00:27:17: Da sind viele Rassisten und viele mit Sprüngerstiefel und solche Sachen.

00:27:23: Und ich hab's gewagt!

00:27:25: Die Sprüngerstiefeltypen habe ich nie gesehen... ...und keine Rassistin.

00:27:31: Bei mir war es alles... Also ich war kurz in der Mitte, Hat der und er und er gefragt, ob ich diese Veranstaltung, dieser Veranstaltung, dieser Voranstaltung... Und irgendwann war ich bei sieben Tagen die Woche.

00:27:45: Ich habe einfach nur Kraft gearbeitet.

00:27:48: Und ich bin dann irgendwann mal in den damaligen coolen Inclubs gekommen.

00:27:55: Die da waren?

00:27:57: Gabs Mittebar!

00:27:58: Es gab dann irgendwann Mal Kings Club-Fahrenstalltungen, es gab dann halt Hundertdrei.

00:28:06: Und dann habe ich auch in Escobar gearbeitet.

00:28:09: Eskobar ist in damaligen Jahren gewesen und dann haben wir es genommen mit ein paar anderen Leuten, und haben wir's in Prenzlauberg gemacht.

00:28:18: Und das war die Verbindung zwischen Haus- und Reggae Musik.

00:28:22: Das war voll Montagabend.

00:28:24: Ich war nicht mehr auf der Tanzfläche.

00:28:26: Ich fahre einfach nur ... Mit meinen ganzen Gedanken, mit meinem ganzen Kreativität, mit meiner ganzen Art vorne an der Tür.

00:28:36: Was ich dann irgendwie leicht mitgekriegt habe, ist das ja, Smiley?

00:28:42: Irgendwie hast du was du tust ein bisschen dein eigenes Special Source reingebracht und durch dieses Special Source erlebt den Club so einen kleinen Push.

00:28:56: Erzähl mir!

00:28:57: Was ist die Sauce?

00:28:58: Ich kann sagen...was ich denke dass es ist aber es auf jeden Fall Höflichkeit Respekt wenn man Nein sagt.

00:29:07: Eine Ablehnung ist für mich nicht persönlich, es ist einfach eine Tubefrage und ich darf nicht nur weil ich in meinem Ablehne respektlos den gegenüberstehen.

00:29:19: und auch der normale Umgang natürliche umgang mit menschen das heißt ich liebe Menschen, ich liebe es auch umarmt zu werden.

00:29:27: Ich umarme auch gerne und vielleicht anders als anderen Töchneren die nicht so menschenfreundlich sind.

00:29:35: Ich bin eher jemand, der auf Menschen zugeht.

00:29:38: Ich befand mich an einem Ort zum Arbeiten und ich habe das getan.

00:29:43: was manche Leute als Arbeit empfinden war für mich kein Arbeit.

00:29:48: es war mein natürlicher Umgang mit Menschen Und es hat irgendwie zu den Orten und zu den Events diesen Special Source Smiley mit in den Zutaten reingegossen.

00:30:04: Das gilt immer noch.

00:30:05: Was macht dann eine gute Tür aus?

00:30:07: Es ist relativ.

00:30:08: Es kann durchaus möglich sein, dass es Leute gibt die mich bei der Arbeit sehen und sie sind vielleicht regional oder anderswo gewohnt das Menschen einen anderen Atomweiser von Einlass machen als ich Und die sagen Das fand ich viel besser für mein Typ Der Chef, der kennt es nur so und er will halt sein Tür so super hart ist.

00:30:34: Er holt nicht nur große Jungs die so aussehen und ein bisschen fürst Einflüssen sind und dann sage ich So stelle ich mir ein ordentlicher Tür vor.

00:30:44: Aber es gab Leute wo ich glücklich darüber bin Die in meinem Person Und meine Art was gesehen haben und haben gedacht Für mich möchte Ich das haben und besonders Cookie ... der den Cookie Club langer Zeit hat.

00:31:01: Also ich war siebzehn Jahre an der Tür bei ihm, und er hat mir den Chance diese Bühne gegeben... Und ich dürfte mich einfach dort ausleben!

00:31:12: Und das hat gezeigt bis heute.

00:31:14: also wenn ich mit Menschen über Cookie rede oder wenn die mich sehen dass es fast... Die sagen immer, vermisse ich total.

00:31:22: Ja, total.

00:31:23: So.

00:31:24: Diese Art ist das was ich in meiner Firma Und wenn wir irgendwo ein Eingangs-Situation oder eine Tür, oder eine Veranstaltung machen.

00:31:33: Das ist das was wir bringen und es ist sehr lustig weil eigentlich gehört es mir nicht dieser Art.

00:31:39: jeder kann es machen aber keiner tut es.

00:31:45: Das is unser Spezialität, das is unser Secret Source.

00:31:48: Ja ja ich verstehe Eigentlich ist ja alles am Ausgehen und an diesem Ritual des Ausgehens, die schon gesagt haben, warum macht man das damals gemacht?

00:31:58: Warum macht man es heute eigentlich alles daran irgendwie sozial.

00:32:03: Zumindest der Versuch auch wenn es dann nicht klappt oder so.

00:32:06: Weil warum sollte man das sonst machen?

00:32:10: Ich habe gerade darüber nachgedacht was für mich eine gute oder ob ich eine Meinung dazu habe was eine gute Tür ausmacht oder so.

00:32:19: Ich glaube, mir fallen nur zwei Beispiele ein von Spaces an denen ich so für mich selber auf einen krasses Selbstverständnis empfinde und eine krasse Daseinsberechtigung die ich nirgendwo anders empfande.

00:32:35: Wir haben ja schon darüber gesprochen.

00:32:36: wir leben jetzt in Deutschland zu einer weiße Mehrheitsgesellschaft.

00:32:40: wie ist das irgendwie als nicht weiße Person in diesem Land?

00:32:43: Da bräuchten wir so einen anderen Podcast für wahrscheinlich oder so, um darüber zu sprechen.

00:32:48: Aber als junger Mensch haben sich bei mir auf jeden Fall und damit bin ich ja auch nicht alleine ganz früh so unsicher halten eingepflegt, dass wenn ich ein... Dass ich in jedem Raum mit so einer Selbstverständlichkeit betreten kann mich oft in meinem Leben habe einschüchternd lassen von dem Gefühl, dass andere Leute irgendwas besser wissen als ich oder ich da nicht hingehöre und ich vorsichtig sein muss was ich sage außer im Club.

00:33:20: Im Club vielleicht weil ich so jung angefangen hab jeden Club betrete Ich als wäre das mein Wohnzimmer.

00:33:29: Es ist ein Gefühl das muss ich gar nicht so faken es auch egal wo auf der Welt, ob ich schon mal in diesem Club war oder nicht.

00:33:37: Ob ich jemanden da kenne?

00:33:37: Oder nicht!

00:33:38: Ob ich alleine bin oder

00:33:39: nicht?!

00:33:39: Ob ich auf der Gäste das verstehe oder nicht ist egal.

00:33:41: Aber ich mein so... Das was auf der anderen Seite von der Tür es ist für mich und they will be happy to have me.

00:33:50: Ich hatte nie egal in welchem Kontext Probleme an irgendeiner Tür Nicht in Deutschland, nicht in anderen Städten, nicht Paris, nicht London, nicht irgendwas weiß.

00:34:00: die Möglichkeit, die Selbstverständlichkeit.

00:34:03: Für mich ist der Club mein Zuhause.

00:34:06: Und ich frage mich, ob diese Attitude auch was mit den Türstern macht?

00:34:14: Weißt du, als ich meine ... Hast du die unendliche Geschichte geguckt?

00:34:19: Ja!

00:34:20: Es gibt doch diese Szene wo Atreo, the hero on a horse muss auch so durchreiten Portal mit so zwei Swingsfiguren und alle sagen, du kannst nicht da durch.

00:34:35: Es ist sehr schwierig, da durchzukommen und die gucken dir direkt ins Herz.

00:34:40: Und wenn das Zweifel sind oder ich sage aber irgendwie so wenn der Zweifels sind dann Verbrännen die dich und dann guckt Adria so zu wie so ein Vollmütiger Ritter, dann da so lang geht und versucht er so durchzugehen.

00:34:53: Und die Swings gucken das Herz von einem Ritter und schießen den Ritter ab mit ihren Laser-Strahlaugen an.

00:35:00: Ich ist dead!

00:35:04: Und er ist so, ich muss es aber auch machen.

00:35:06: Er ist einfach so, I'm just gonna do it.

00:35:09: Ich geh jetzt hier wieder rein, there's no doubt.

00:35:13: Ich wurde schon so voll aufgefragt, wie viele Leute die halt in Berlin leben oder was es hier richtig geerdet tut.

00:35:18: Oder das richtige Verhalten, damit ich in den oder denen oder denen Club reinkomme und ich versuch das immer so zu erklären.

00:35:26: Du musst einfach ... ist no doubt!

00:35:30: Dann gehst du halt einfach rein via Träge.

00:35:36: Das ist meine Logik aber ich hab noch nie einen Türsteher gefragt ob

00:35:41: Das gehört auf ein T-Shirt.

00:35:44: Ja, ich hab nach mir einen Tisch sehr gefragt ob das stimmt oder ob dann ...

00:35:49: Es hilft!

00:35:50: Es hilft?

00:35:51: Aber es stimmt nicht komplett.

00:35:53: Nein okay...

00:35:56: Ich wurde nie reingelassen.

00:35:58: Du wurdest nie reingeressen?

00:35:59: Ich

00:35:59: würd...es passiert mal aber seit Jahren.

00:36:05: Also die, die mich erkennen, die lassen mich nicht rein weil sie denken, ich nehme den Job weg und Das ist okay.

00:36:16: Die, die mich nicht erkennen, lehnen mich total ab und ich finde es auch okay.

00:36:22: Ich

00:36:22: find das nicht okay?

00:36:23: Ja!

00:36:24: Weil das ist Typen.

00:36:25: Ich finde das absolut nicht okay.

00:36:28: Ist halt so...ich habe Millionen von Menschen aufgeliehen.

00:36:33: Du glaubst du es kamer oder was?

00:36:39: Nee,

00:36:39: ich find das nicht okay.

00:36:40: Ich hab ja schon gierig gesprochen mit dir über Legendary und Eichenstatus... ...und es geht nicht.

00:36:47: Deshalb wenn ich dann weggehe, größtenteils gehe ich dorthin wo mich Leute kennen.. ..und dann ist es kein Problem.

00:36:54: aber die Leute die mich nicht kennen.. ...es passiert zu AXIS neunzig Prozent dass sie's nicht rankommen.

00:37:02: Weil ich gehöre auch nicht überall!

00:37:04: Und ich pass auf vielleicht nicht überall hin.

00:37:07: Aber Smiley, guck mal.

00:37:09: Wir sind beide... Also ich bin auch Deutscher aber wir sind beide Black Americans in our culture.

00:37:17: Ich möchte dir jetzt nicht so nachtreten mit deinem Alter.

00:37:20: But we respect our elders don't we?

00:37:24: You have to... Man muss mich erkennen erstmal als älter.

00:37:28: also außer dass ich dann niemals sagen werde ich bin so alt die meisten halt mich für ein bisschen junger denke ich.

00:37:36: Ja, aber mit Älterst mein ich jetzt nicht konkret ein Alter.

00:37:39: Ich meine, wofür du stehst?

00:37:40: Weißt du was ich mein?

00:37:41: Aber

00:37:41: nicht jeder weiß, wer ich bin!

00:37:43: Man muss man die Hausaufgaben... Ich

00:37:45: stehe volledirmiert und ich steh erstmal in der Schlange, geh' ich auf die Tür zu und dann halt kügig auf das Nein.

00:37:52: Was auch total okay ist.

00:37:54: Weil lustige Weise damals wo ich angefangen habe war ich der Meinung überall wo Musik gespielt wird sollte jeder Mensch Zugang dazu haben Und dann würde mir das besseres belehrt, weil es ist halt nicht so.

00:38:16: So wie fair in einem Land wie Deutschland auch okay wenn das nicht so ist?

00:38:18: Weil ich möchte nicht dass jeder... Wenn ich im Club bin in diesem politischen Klima in dem wir zurzeit sind Ich möchte nicht, dass jede Person da rein kann

00:38:27: und ich habe es gelernt.

00:38:29: also erstmal In einer Situation wo der club space begrenzt ist weil in Berlin Da sind keine großen Clubs.

00:38:38: D.h.,

00:38:39: die meisten Clubs haben ein Kapazität von bis zu tausendtausend, zwei Hundert Leute.

00:38:45: Dann müssen wir...

00:38:46: Das ist ja jetzt auch nicht klein?

00:38:48: Aber weggeblieben und will man dann halt an den Abend des Maximieren.

00:38:57: Und deshalb mit der Selection gleiches-mitgleiches, ähnliches-mittehnliches Das passt.

00:39:06: Und das musste ich irgendwie einsehen, weil wenn das nicht passiert und fast jeder Gast weggeht am Ende des Abends und sagt geiler Abend, geile Leute!

00:39:18: Total cool um Bucke.

00:39:19: Alles hat gestimmt.

00:39:20: Ich habe sogar jemanden kennengelernt.

00:39:22: Dann irgendwas stimmt nicht.

00:39:24: Die werden dann nicht zurückkommen.

00:39:25: Weil das ist was wir wollen.

00:39:27: Wir wollen dass jeder Einzelner eine tolle Zeit hat, am nächsten Woche zukommt und denkt es ist mein Ort

00:39:35: Also... Jetzt kommen wir natürlich in dem Bereich, wo ich mich auch selber vielleicht wear-con-to-jig myself.

00:39:43: Weil ich hab grad gesagt, ich möchte nicht dass jeder in den Club reinkommt indem ich versuche mich gerade zu entspannen oder so möchte ich mich nicht darüber Sorgen machen das jetzt hier Nazi rein spaziert oder so zum Beispiel in meinem Fall, ne?

00:39:57: HOWEVER!

00:40:01: Denn.. Ich mir den Club vorstellen als ein Ordner nur gleich ist mit Gleichem stattfindet, dann finde ich das eine krass traurige Vorstellung.

00:40:12: Und ich find eigentlich dass so... Dass das irgendwie Clubräume auch ermöglicht haben und was wahrscheinlich auch immer noch ein Grund ist, dass so viele Leute, also selbst die Generationen, die jetzt zwanzig sind oder ja immer noch diese Sehnsucht haben rauszugehen, raus zu gehen und immer wieder Clubküte neu zu entdecken und es hört ja nie auf ne?

00:40:34: doch bestimmt auch aus so einer Sehnsucht irgendwie Dinge und Menschen kennenzulernen, die du halt eben noch nicht kennst.

00:40:41: Und Welten kennenzulernt, die vielleicht noch neu sind oder so... ...und diese gemeinsame Erfahrung, die sich dann im Club herstellt,... äh,...die sich eben nicht im Alltag herstellt weil ihr vielleicht nicht auf die gleiche Schule gegangen wird oder den gleichen Beruf habt oder im gleichen Viertel lebt oder so, weil ihr ganz unterschiedlich seid.

00:41:01: Da habt ihr dann eine Begegnung gemeinsame Erfahrungen, die so voll wichtig ist.

00:41:06: Ich hatte sehr voll die traurige Vorstellung mir so vorzustellen dass hier gibt es einen Club für die und da gibt's noch ein Club für sie.

00:41:17: ich glaube ich würde mir immer so Clubräume wünschen dies schaffen beides gleichzeitig zu halten was wahrscheinlich so voll unfair ist, diese Erwartungshaltung zu haben an jemanden der eine Tür korratieren muss.

00:41:32: Einmal die so beides halten können halt zu verstehen wer ist jetzt gerade hier drin und wer muss irgendwie geschützt werden?

00:41:41: Aber auch zu sagen sowas ist zumutbar an Grad von Konfrontation damit vielleicht auch irgendwie Begegnungen hergestellt werden, können die sonst nicht hergestellt.

00:41:56: Und ich war mal mehr so deine Meinung als meine eigene Meinung, die ich jetzt vertrete.

00:42:05: Weil das ist eher ... Die Realität ist mir so... Überleg mal in Berlin!

00:42:13: Du bist ja ziemlich lange hier.

00:42:15: und dass die Orte, die bekannt sind als cool, als safe, als gute Orte wo man hingehen kann cooler Musik hören können und safe nach Hause gehen können.

00:42:32: Sind das Orte, wo alle Zugang dazu haben?

00:42:36: Nein natürlich nicht!

00:42:38: Aber ich möchte auch dazu sagen zum Beispiel ich glaube gar nicht an Safety Ich glaube nicht an die Existenz von einem Safe Space.

00:42:47: Ich möchte etwas haben was safe enough ist also... Ich möchte jetzt nicht unbedingt dass neben mir ein Nazi tanzt der mich hasst aber Es gibt ja so viele gerade von Safety oder so, ne?

00:43:01: Also ich weiß gar nicht was das sein soll für einen Ort an dem ich mich nur wohlig und an dem es gar keine Konfrontationen gibt die mich triggern kann.

00:43:10: Ich weiß gar nich ob ich Interesse an einem Ort habe personally!

00:43:14: Ich möchte natürlich nicht Gefahr um meinen Leib und Seele haben Und ich habe auch auf manche Erfahrungen keinen Bock.

00:43:22: Aber ich glaube nicht, dass es so im Leben nur darum geht, dass man die ganze Zeit wie ein Lücksbärchen durch die Gegend hüpft und einem nichts weh tut oder so.

00:43:31: Da gibt das natürlich so Levels aber... Ich würde mich dann fragen, wenn das so gleich ist mit gleichem wäre?

00:43:48: Dann wüsste ich zum Beispiel ja auch gar nicht wo ich hingehen kann, weil ich bin so viele Sachen gleichzeitig.

00:43:52: Ich wüsse dann auch gar nichts was mein Ort sein könnte.

00:43:55: weißt du sich meine?

00:43:56: Und bist

00:43:56: Du alle diesen Orten?

00:43:58: Ja oder halt keiner.

00:44:00: Das ist ja Ansichtssache ne also keine Ahnung.

00:44:03: Oder die Musik!

00:44:03: Ja genau aber ich glaube ich möchte nicht.

00:44:07: und dann zu dem Utopie Gedanken... ...ich weiß nicht mehr wer das gesagt hat.

00:44:12: wir müssen uns doch an die Utopia halten.

00:44:16: Wir können uns ja nicht ausrichten in unserem Handeln, in unserem Gestalten von einem gesellschaftlichen Zusammenleben oder einem familiären Zusammenleben.

00:44:30: Oder dem Gestalten eines Clubs oder dem gestalten einer Liebesbeziehung.

00:44:35: Wir müssen uns doch an die U.T.P.

00:44:37: halten!

00:44:38: Das sind wir völlig verloren.

00:44:40: Also ich muss doch überall... Ich muss doch mit der U. T. P. antreten.

00:44:43: Ich kann keine einzige neue Beziehungen eingehen Und ich muss doch an Utopie denken, ich muss auch denken.

00:44:50: Alle lassen sich scheiden und alle lassen sich trennen.

00:44:53: Das ist mir schon zwanzigmal in meinem Leben passiert bei You Know This Time is not gonna Happen.

00:44:58: Ich muss doch so antreten!

00:44:59: Und es hat das ja gar keinen Sinn und kann ich das hier sofort lassen oder?

00:45:04: Ist jetzt ein bisschen drastisch aber im Club ist es doch eigentlich... Also im Gestalten von so einem Raum der Club ist ja auch nichts anderes.

00:45:10: Da muss man auch sagen hey das muss irgendwie Hinhauen.

00:45:15: Ich weiß nicht genau, wie?

00:45:16: Weil wir wollen... Wir haben so diesen utopischen Ort diese Vorstellung und wir wissen vielleicht nicht, wie wir von hier nach da kommen aber wir wollen dahin.

00:45:29: Und maybe we'll get lost along the way but das ist das wo wir rauskommen wollen.

00:45:36: Und ich glaube so was dann dabei entsteht bei dem Versuch ist wichtig.

00:45:41: Das was du gesagt hast ist konzeptionell, cool entspricht aber die Realität nicht.

00:45:53: Wenn zum Beispiel ständig jeder Woche die zwei gleichen Typen treffen würde an der Bar und sich nicht mögen und einen Schlagabtausch ein Pügelai anfangen würde weil sie aus unterschiedliche Orte kommen oder unterschiedliche Familienstrukturen.

00:46:20: Dann irgendwann mal wird die Leute, die da in der Bahn neben denen zu stehen sind sagen Da komme ich nicht mehr hier weil wieso werden die hier reingelassen?

00:46:31: und das ist jetzt mittlerweile super gefährlich Weil sie schmeichen sich hier rum mit Flaschen und ziehen Messer und solche Sachen Und das was die veranstalten Sind Instanzen den niemanden wieder herstellen können.

00:46:48: Das heißt, all das bleibt auch in der Erinnerung von anderen Gästen ob die ein Mädchen ins Gesicht spucken oder schupsen oder anderen Jungs wegschupsen.

00:47:01: All das bleibt.

00:47:03: Mein Aufgabe ist zu sehen dass das nie passiert Dass solche Geschichten über diese Ort nirgendwo erzählt wird Und ich möchte nicht im Club darauf reagieren müssen, nachdem es schon passiert ist.

00:47:27: Ich mag das vorne am Eingang, wo ich vielleicht ungefährerweise gleiches mit Gleiches vergleiche und das was nicht dazu passt ablehne in dem Moment.

00:47:46: Ich halte trotzdem eine Utopie fest.

00:47:49: Bitte, wir brauchen es!

00:47:50: Auch hinsichtlich der Zukunft.

00:47:55: Wenn du so in die Zukunft schaust und an die nächsten zehn Jahre denkst im Kontextclub – was siehst du da?

00:48:06: Also das, was ich immer in Berlin gesehen habe, ein Freund von mir, Frank Kunster, der auch eine sehr bekannte Einlasser ist und hat den Georgia Bar, hat für lange Zeit einen Film gemacht Let it rock, hieß es.

00:48:24: Und mir würde so ein ähnlicher Frage gestellt und ich beantwortet es heute noch mit den gleichen Antworten.

00:48:33: Die junge Leute fallen in Berlin mit so viel an kreativer Kraft die hoch kommen und aus nichts, aus Nichts Saken entstehen lassen sind dem Power Gestaltungskraft für all das, was Berliner Gruppkultur ist.

00:49:03: Und dass es halt das was unterstützt wird und leider habe ich dafür kein Antwort.

00:49:11: aber diese Menschen sind halt die Zukunft weil ein Club leben oder einen Veranstaltung leben diesen Geboren mit einem Auslaufdatum Und irgendwann mal.

00:49:27: es gibt dann halt besondere Leute, die über die Länge gehen können.

00:49:32: Aber irgendwann kommt das Neuste und das muss immer unterstützt werden weil es gibt nur zwei Wege.

00:49:41: ich gebe die kreative Weg in berlin wo man aus dem bodensacken hoch bringt und es gibt halt beispiel sag ich mal so, Berlin West.

00:49:52: Wo jemand halt der Sohn von irgendeiner ist und er macht irgendeinen Laden kommt schon mit Geld hat keine so richtige kreative Ader aber hat Geld und nach dem Öffnungsfeier...

00:50:08: Kommt gerne mehr?

00:50:09: ...kommt

00:50:09: keiner

00:50:09: mehr!

00:50:12: Und wenn man dann halt irgendwo in der Welt unterwegs bist und man sagt Ich komme aus Berlin Dann erzählt man von Love Parade immer noch.

00:50:24: Erzählt man von Bergheim, erzielt man von Berliner Nachtleben... Aber niemand wird dir dann irgendwie wegen KTV ansprechen!

00:50:33: Weil das ist nicht das was Berlin ausmacht und all dass dieser Kreativität, dass die Politik oder auch die Wirtschaft zu wenig Geld da reinsteckt in diese junge Menschen, die diesen Namen, diesem magische Ruf entstanden, zum Stand gebackt hat und immer weiter trägt.

00:50:59: Es geht zu wenig Mittel da drin.

00:51:03: Und das brauchen wir!

00:51:04: Wir bohken die und wir bohkeln auch den Kraft, den sie bringen und hoffentlich irgendwann mal ein bisschen Geld dazu.

00:51:10: Aber das ist da was ich Berlin sehe und ich bin ja... Ich bin immer dabei mit meinem Old Self.

00:51:19: And you Madam?

00:51:24: So, hier zum Ende teilen wir nochmal die gleiche Meinung.

00:51:29: Weil ich sehe das auch so alles was du gesagt hast und ich glaube so mein Bild für vielleicht nicht den nächsten zehn Jahre Ich kann nicht genau sagen wie lang oder so aber auf jeden Fall dass das was du sagst zusammen gemischt mit der sehr prekären finanzielle politischen Situationen die entgegen Deutschland herrscht aber vor allem halt in Berlin sehr spielbar ist, weil es halt auch keine reiche Stadt ist.

00:51:54: Wird das zuführen?

00:51:55: Oder könntest du mir gut vorstellen was dazu führt und das hört sich chaotisch an aber in meinem ich meine dass als Utopie Gedanken.

00:52:05: Ich glaube dass wir ja viel mehr in den nächsten Jahren sehen werden von einem Spirit der aus einer ganz anderen Zeit kommt Und zwar aus der Zeit, die du beschrieben hast kurz nach Mauerfall.

00:52:16: Wir sind natürlich in einer ganz anderen Zeit beim keine leer stehenden Gebäude.

00:52:21: Wir haben super wenig Platz alles ist mega durchkommerzialisiert Die Polizei ist total extrem drauf hier in Berlin so.

00:52:30: Aber der need sich frei zu feiern und Alternativen zu finden und DIY zu sein und zu überlegen wie kann man grassrootsmäßig was Kollektiv herstellen, zusammen feiern wo alle dran teilnehmen können wie du gesagt hast.

00:52:48: also was low threshold ist das nicht irgendwie vierzig Euro Eintritt ist oder so.

00:52:52: Ich glaube der Bedarf ist so groß dass Leute werden immer junge Leute wenn immer ihren Weg finden das zu machen und ich kann mir nicht genau vorstellen wie das aussehen wird weil es halt eben nicht das berlin von drei neunzig hier ist mit leeren Hallen und so.

00:53:06: aber ich glaube die jungen Leute werden einen Weg finden Clubkultur, die uns jetzt so ein bisschen bevorsteht oder die Richtung in die das so ein bißchen geht.

00:53:16: Viel punkiger wird viel unpolierter wird viel lauter Unkomformer dass das einen rückbezugeben wird zu diesen Qualitäten gerade weil du wie du beschrieben hast Leute haben kein Interesse an dieser hoch polierten Form von Von ausgehen und sie ist auch nicht für alle Leute umsetzbar und erreichbar, deswegen looking forward to it.

00:53:43: Und wir sehen uns da!

00:53:47: Ich auch

00:53:50: natürlich!

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